Der Jahresbericht 2011

vorläufig - Stand 17.1.2012

Hunde:

Wir konnten im Jahr 2011 (inklusive unserer ersten zwei Monate aus 2010) insgesamt 73 Hunden helfen. 30 haben wir in neue Familien vermittelt, 7 sind in der Dauerpflege verstorben, 2 haben wir an Pflegestellen abgetreten, 10 Hunde hatten wir am 31.12.2011 in der Vermittlung und 24 Hunde betreuten wir in Dauerpflege. Dies sind sehr alte Hunde oder sehr kranke Hunde, die wir in liebevollen Familien untergebracht haben, wo sie wie eigene Hunde leben, unser Verein aber jederzeit mit Rat und Tat zur Seite steht und auch die tierärztliche Versorgung organisiert und letzten Endes finanziert.

Diese Dauerpflegefamilien leisten großartige Arbeit, sind sie doch häufig die letzte Chance eines alten Hundes, wenn er seine Menschen verliert oder aus anderen Gründen eine neue Heimat benötigt.

 

Menschen:

Das Omihunde-Netzwerk hat sich zur Anlaufstelle für Senioren entwickelt, die ihr Leben mit einem Hund teilen möchten. Viele haben ihr Leben lang Hunde gehalten. Wenn dann ihr tierischer Gefährte verstirbt, möchten sie einem erwachsenen Hund ein Zuhause geben. So haben wir in 2011 12 unserer 30 Hunde an Halter über 60 Jahren vermittelt, unsere älteste Adoptantin war 87 Jahre alt. Sie hat eine 14jährige Dackelhündin adoptiert.

 

Wir hatten am 31.12.2011 unsere Hunde in 23 Pflegestellen untergebracht, einige von uns haben Hundepaare übernommen und versorgen diese. Auch die Altersstruktur unserer Pflegestellen ist interessant. Von Studentinnen der Tiermedizin, die ein großes Herz für Hundeomis haben, über die klassische Mitte bis hin zu drei Damen weit über 60, die sich engagiert und kompetent den Omi- und Opihunden widmen.

 

Die organisatorische Arbeit wird momentan von einem Team von sechs bis sieben Frauen geleistet, die ihre Freizeit nutzen, um die Notfallmeldungen aufzunehmen, Pflegestellen zu suchen, die Betreuung der Pflegestellen zu leisten, Vermittlungen zu ermöglichen und alles auch noch in die Öffentlichkeit zu tragen. Hierbei möchten wir nicht die zahlreichen Fans unserer Facebookseite (mittlerweile über 1300) vergessen, die uns beim Verbreiten unserer Notfälle helfen und schon manche Vermittlung in ein schönes neues Heim ermöglicht haben.

 

Finanzen

Einnahmen und Ausgaben

 

Kalenderjahr 2011                           Einnahmen                         Ausgaben

 

Anfangsbestand                                       491,38 €

Spenden                                             19.747,05 €

Mitgliedsbeiträge                                     2.182,00 €

Vermittlungs inkl. Kastrationspfand           3.400,00 €

Tierarztkosten                                                                           - 16.852,85 €

Futter- und sonst. Kosten am Hund                                            -  3.910,20 €

Verwaltung und sonst. Kosten Orga                                           -   1.703,70 €

Verbindl. Kastrationspfand                                                        -      300,00 €

 

Guthaben Kasse am 31.12.2011           3.059,69 €

 

 

Rückstellungen für Tierarztkosten, die bereits veranlasst und bekannt sind, werden in die Buchhaltung noch eingestellt.

 

Erläuterungen zu den Kostenblöcken:

Die Tierarztkosten machen den Löwenanteil der Kosten aus. Dies rührt aus der Altersstruktur unserer aufgenommenen Schützlinge, und stellen wir auch den Anspruch an unsere Tierschutzarbeit, alle Hunde bestmöglich tierärztlich zu versorgen. Dies beinhaltet Alters-Check-ups, Blutuntersuchungen, Operationen auch bei sehr alten Hunden. Unsere Pflegehunde werden von den jeweiligen Tierärzten der Pflegestellen betreut, so dass wir keinen Rahmenvertrag ähnlich eines Tierheimes abschließen können. Wir erleben jedoch, dass uns auch hoch qualifizierte Spezialisten z.T. als ihren Beitrag zum Tierschutz lediglich den einfachen Gebührensatz berechnen. Für diese Unterstützung sind wir sehr, sehr dankbar.

 

Futter- und sonstige Kosten beinhalten teure Spezialfutter, die tierärztlich verordnet wurden oder schlicht von den einzelnen Pflegestellen nicht getragen werden können, sowie Fahrtkostenerstattungen und Kosten für die Einäscherung unserer verstorbenen Omi- und Opihunde. In 2012 werden wir die Fahrtkosten extra ausweisen. Ein Großteil der Fahrten durch unsere Mitglieder und Helfer wird ehrenamtlich ohne jede Erstattung geleistet, auch dafür herzlichen Dank.

 

Im Block Verwaltung finden sich in 2011 die Haftplichtversicherung unseres Vereins, Kosten für eine Grundausstattung, um auf Messen und Veranstaltungen präsent zu sein, ein Laptop, Messestandgebühren, Bankgebühren (diese entfallen 2012), Bürokosten, Porto, Druckertinte, etc.

 

Die Einnahmenseite

Hat sich zu unserer großen Erleichterung in 2011 sehr positiv gezeigt. Hier stechen Spenden i.H. von fast 20.000 Euro hervor. Es gab einige große Spenden von jeweils über 2000 Euro, jedoch zahllose kleine Spendenbeträge, Patenschaften und besondere Spendenideen. Wir sind wirklich beindruckt, in wie vielfältiger Art uns finanziell unter die Arme gegriffen wurde, damit wir unser junges Tierschutzprojekt nach vorne bringen können.

 

Die Tierschutzgebühren machen einen recht kleinen Anteil der Einnahmen aus. Teilt man einmal 3400 Euro durch 30 vermittelte Hunde, so sieht man, dass wir bewusst keinen Verkauf von Hunden anstreben, sondern wirklich Vermittlung in die besten Hände suchen.

 

Kremperheide, 17.01.2012                                       gez. Heike Thiel